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Set Your Mind to Control the Heart of the Sun
soon

Mit seinem neuen Album „Set your Mind to Control the Heart of the Sun“ verfolgt Stefan Tretau diesmal die Subtilität abstrakter Sounds, ohne Höhepunkt, ohne Aufdringlichkeit, nur um seiner selbst Willen und um der Wirkung einer musikalischen Zeit als Ganzes näherzukommen.

ST009 | Erscheint am 30. August 2014

     
     
 
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Abseits des Clubkontexts fühlt sich Stefan in der jüngsten Vergangenheit am wohlsten. Scheinbar geht es ihm vermehrt um Erfahrungen der Musikschaffung und des aktiven Zuhörens, als um fliegende Arme und Flashlights, eine erfolgreiche Weiterentwicklung, aber auch ein riskantes Vordringen in die Nische.

Gleich der erste Track des Albums „Sparks in Rays of Light“ klingt wie die Sonne als Sinnbild allen Lebens, als Ursprung aller Wesen und nicht zuletzt als Freude des Tages und Schönheit des Himmels. Ein seichter Auftakt mit Flächen und Drone Sounds, die aber auch die Kraft und Beklemmung der Strahlen wiederspiegeln. Getragen von angenehmer Wohligkeit und mit Hilfe von Flächen und klassischen Instrumenten füllen auch die nächsten drei Stücke „Lost in a Molecular Cloud“, „Luminosity for a Few“ und „Contrasting Tendencies“ den Raum mit Wärme. Erst danach versteht es „Substance Necessary“ die glückliche Unverbindlichkeit aufzulockern. Ein erst spät einsetzender geradliniger und stampfender Beat zeigt den Rhythmus vermeintlicher Schattenseiten.

„Fifth Ray of Neve“ greift Stefans Ursprünge auf und präsentiert sich als klassischer Deep House Track. Lieblich und farbenfroh wird er durch Rhodesklänge und analoge Effektsounds getragen und bereitet den Hörer auf den vielleicht mainstreamtauglichsten Titel des Albums vor. „The New Solar Silence“ verbreitet eine solide Techhouse Stimmung mit Vocal, Break und allem was dazugehört.

Allzu weit wagt sich Stefan jedoch nicht zurück in den Club - schon mit „Corona´s Flare“ und „Ulysses Probe“ erkundet er wieder die Weiten des jazzig-analogen Swings. Selten gehörte Sounds und viele Details halten hier den Spannungsbogen gespannt bis „Sun Soul Supreme“ als vorletzte Erscheinung des Albums endgültig im Elektronika-Jazzkeller abtaucht. Hier findet man auch „Faintly Sweet“ mit seinem ungreifbaren abstrakten Muster und lebendigen Sounds wieder.

Dieses Release ist kein leichtes, es ist vielseitig, detailliert, konstant und seicht, aber auch kraftvoll und abstrakt. Man benötigt Zeit zum Hören, eine langsame Annäherung, gerade so lange bis sich der Geist daran gewöhnt hat, wie die Augen an das Licht der Sonne.

   
       
 
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